Aktuel:

Mit zurückgebliebenem Gedankengut brechen

pdf
als PDF

frauen

sakina


 

Kurdische Musikerinnen erobern heute einen Platz in der (Welt-)Öffentlichkeit zurück, der ihnen lange Zeit von verschiedenen Seiten vorenthalten wurde, wie die Autorin – selbst Kulturschaffende im Exil - im folgenden Beitrag beschreibt.

 

Die KurdInnen sind eines der ältesten Völker im Nahen Osten und wurden über die Jahrhunderte hinweg ZeugInnen von großem Schmerz und Leid. Viele Jahrhunderte sind sie ihrer Grundrechte und Freiheiten beraubt worden. Kurdistan liegt heute verteilt auf vier Länder, nämlich innerhalb der Grenzen von Iran, Irak, Syrien und Türkei. In diesem geografischen Raum kam es zu wechselhaften kulturellen Einflüssen und zu bunten ethnischen Identitäten. Zwar sind die KurdInnen als Objekte der schriftlichen Geschichte benachteiligt, aber bis heute spielt die mündliche tradition des Geschichtenerzählens, „dengbej“, eine große Rolle.

"Echte Meinungsfreiheit gibt es in der Türkei noch immer nicht"

 Eren Keskin

Von Martyna Czarnowska

Die Menschenrechtsaktivistin Eren Keskin prangert Einfluss des Militärs auf Politik an.
Istanbul/Wien. Seit dreizehn Jahren geht es schon so. Bedrohungen, Beschimpfungen, Gerichtsverfahren. Doch Eren Keskin will sich nicht einschüchtern lassen. Die türkisch-kurdische Anwältin und Menschenrechtsaktivistin berät Frauen, die in Haft sexuell gefoltert und vergewaltigt wurden. Sie prangert den Einfluss des Militärs auf die Politik an. Sie setzt sich für die Rechte von Kurden ein. Und all das bringt ihr in der Türkei ein Gerichtsverfahren nach dem anderen ein. Derzeit laufen 21 gegen sie.

Weiterlesen...

BDP: AN DİE İNTERNATİONALE ÖFFENTLİCHKEİT

 

 

BDP 25.12.2009-Am Donnerstag den 24. Dezember 2009  früh am Morgen haben die türkischen Sicherheitskräfte eine Razzia gegen die Partei für Frieden und Demokratie (BDP) durchgeführt. Während dieses Einsatzes wurden über 80 Kurden darunter auch Ex-Abgeordnete und Bürgermeister, festgenommen.Die Festnahmen fanden in einer willkürlichen Art statt, indem die Haustüren durchs Anwenden der Gewalt zusammengeschlagen wurden. Dabei wurden jegliche Kriterien der universellen Menschenrechte missachtet.

Weiterlesen...

Türkei eskaliert: Repressionswelle gegen BDP

 

 

Die Repressionswelle, die zurzeit in der Türkei läuft, ist gegen die „Partei des Friedens und der Demokratie“ BDP gerichtet. Zuvor sind die Bürgermeister, die Mitglied der am 11. Dezember verbotenen DTP waren, mit einer offiziellen Zeremonie in Diyarbekir der BDP beigetreten. Auch die ehemaligen DTP-Abgeordneten hatten beschlossen, unter dem Dach der BDP mit U. Uras gemeinsam eine Fraktion im Parlament zu bilden. Tags darauf sollte das Gesuch offiziell dem Parlamentspräsidenten übergegeben werden. Noch bevor das getan werden konnte, begannen die Razzien gegen die BDP. Über 80 Verhaftete der BDP soll es zurzeit schon geben. Sie werden alle dem Haftrichter vorgeführt.
Weiterlesen...

Benefizkonzert Eren Keskin

 

 

Die Gesellschaft für bedrohte Völker veranstaltet ein Benefizkonzert zugunsten eines internationalen Symposiums, das im März 2010 in Istanbul stattfinden soll, und in dessen Rahmen politisch und juristisch sexuelle Folter und Vergewaltigung in Krisenregionen bearbeitet werden sollen.
Das Konzert findet am 15. Jänner 2010 ab 19:30 im Akzent-Theater, Theresianumgasse 18, 1040 Wien, statt.

Eren Keskin, die vor ihrem Jusstudium das Konservatorium in Istanbul besucht hat und daher selbst ausgebildete Sängerin ist, äußerte gegenüber der Gesellschaft für bedrohte Völker die Hoffnung, dass die Kosten des Symposiums neben PrivatsponsorInnen durch den Erlös des Konzerts gedeckt werden können.

Presseerklärung zum Verbot der DTP

 

 



Türkei verspielt Chance auf Frieden mit der PKK

Mit großer Sorge hat die GfbV das Verbot der prokurdischen Partei DTP durch das Verfassungsgericht der Türkei zur Kenntnis genommen. Der Friedenprozess zwischen dem türkischem Staat und der kurdischen Nationalbewegung hat so einen schweren Rückschlag erlitten. Die Türkei hätte die DTP als Chance für die Annäherung der Konfliktparteien verstehen müssen, denn die DTP vertrat weite Teile der kurdischen Bevölkerung in der Türkei und konnte zudem als Brücke zur verbotenen PKK fungieren. Für den Friedensprozess ist es unbedingt notwendig, dass alle Beteiligten – auch die PKK – an den Gesprächen beteiligt sind. Da der türkische Staat nicht bereit ist, direkt mit der PKK zu verhandeln, hätte der DTP eine wichtige Vermittlerrolle zukommen können.
Weiterlesen...

Kriegserklärung an die Kurden

 

 

Gastkommentar von Thomas Schmidinger

Mit dem Verbot der "Partei für eine demokratische Gesellschaft" (DTP) hat die alte militaristisch-kemalistische Elite der Türkei nicht nur die durchaus hoffnungsvollen Ansätze für eine friedliche Lösung des Konfliktes zerstört. Sie hat damit der kurdischen Bevölkerung des Landes einmal mehr den Krieg erklärt.

Schon seit Monaten lief die offen rechtsextremistische MHP mit ihrer Jugendorganisation, den Grauen Wölfen, gegen die Bemühungen der AKP-Regierung um einen entspannteren Umgang mit der Kurden-Frage an. In ihrer nationalistischen Hetze versuchte die ehemalige Einheitspartei Mustafa Kemal Atatürks, die Republikanische Volkspartei (CHP), die offen faschistische MHP bisweilen jedoch sogar noch zu überholen.

Weiterlesen...

Seite 2 von 13

Joomlart