„Imagine Shakespeare“ – Ein Sommernachtstraum

Türkischer Puck – kurdischer Zettel, diese Ausgangsposition ist noch lange keine Voraussetzung für eine spannende Shakespeare-bearbeitung. Erst wenn Puck, auf Befehl Oberons, den Zaubersaft auf die Paare träufelt, vertauscht er nicht nur ihre Gefühle, sondern auch ihre Sprachen, und löst somit einige Turbulenzen aus. Die Auflösung der Grenzen in unseren Köpfen kann nun beginnen….. Türken und Kurden,  die in Österreich geboren wurden, sollen mit dieser Theaterarbeit nicht nur kulturpolitische Akzente setzen, sondern Barrieren des Alltags abbauen helfen. Konflikte finden nicht nur im „Ausland“ statt. Sie werden geschickt, oft unter dem Deckmantel von Religionen transportiert und verursachen so eher Trennung als Gemeinschaft. Protest gegen diese Konflikte wird allzu oft als „feindliche Einmischung“ gewertet. Es war immer Aufgabe des Theaters gegen Vorurteile anzukämpfen und zu zeigen, dass eine friedliche Zusammenarbeit von Menschen, die unterschiedlichen Kulturkreisen angehören, möglich ist.

Ein Sommernachtstraum in seiner Sprachenvielfalt.
Diese Bearbeitung ist ein Beitrag zur Überwindung von Vorurteilen und rigorosen Grenzen in unseren Köpfen.
Ein kultur- und gesellschaftspolitischer Anstoßzur Lösungsbereitschaft von Konflikten.

In diesem Auftrag handelt Puck, und führt sie wirr im Rund – aber nicht nur die Akteure – er zeigt auf, dass jede Linie zu einem Kreis geschlossen werden kann !

Manfred Michalke

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